Unsere Geschichte

" Ich hatte mich oft gefragt, wieso diese Familien und auch die Kinder immer ein und demselben Muster folgen und ihnen diese schlimmen Sachen passieren. "

- Helen R. Uhrmann 

1. Vorstand beim VSBG

Interview mit dem ersten Vorstand des VSBG:

Helen R. Uhrmann!

Du bist der erste Vorstand deines Vereins.
Wie kam es überhaupt zur Gründung?

"
Also wir waren ja schon über Jahre eine eingefleischte Krav Maga Gruppe in Dorsten Altendorf. Nachdem aus persönlichen und anderen Gründen die Abteilung Krav Maga aufgelöst werden sollte, versuchten Michael Wiesmann und ich noch zu retten, was zu retten war. Als uns dann schlussendlich verkündet wurde, dass die ganze Krav Maga Abteilung geschlossen wird, habe ich mich noch stark eingesetzt,

 


dass das nicht passiert. Letztlich hatten mein Chef und ich unterschiedliche Ambitionen was das Training anging. Jedoch hatten wir Kravisten aber immer noch Kontakt untereinander, da wir uns auf einen X-letix Lauf vorbereitet hatten. Du siehst, irgendwie kam alles auf einmal, dann kam Corona....."

Wo hat die Truppe dann 
weiter trainiert?


" Ich hatte die Turnhalle in meiner Praxis und habe weiter trainiert, Zirkel, leichtes Sparring mit Michael und dann kam bei einer Radtour (im Zuge unserer Laufvorbereitung) die Idee, dass wir unsere alte Gruppe zusammenhalten müssen und weiter Krav Maga trainieren sollten. Ich stellte meine Halle zur Verfügung und Michael war bereit für den Trainer. Wir sprachen mit den anderen und so kamen sie nach und nach fast wieder alle zusammen."

Das ist wirklich sehr nett! 

Und dann kam die Idee mit dem Verein?

" Da ich ein Macher bin und Sachen gern richtig oder gar nicht erledige, kam der Gedanke mit dem Verein. Ich wollte schon immer gern REHA Sport anbieten, den Trainerschein machen etc. So liessen sich viele Dinge miteinander verknüpfen. Ich schrieb die Satzung, die wir für den Notar brauchten und mit Hilfe von vielen weiteren Menschen und Kravisten, gründeten wir den Verein. 

Zur Unterzeichnung kamen 10 Leute!! Darüber hinaus sprach sich auch das Krav Maga Training rum und es kamen noch mehr Erwachsene und die ersten Kinder. Damit auch versicherungstechnisch alles astrein sein sollte, war die Entscheidung mit dem Verein die richtige. So kam alles in trockene Tücher!! "

Und deine Motivation? 
Was hat dich Bewegt?

" Mein Hauptgrund ist aber noch ein anderer. Ich arbeite seit über 2 Jahrzehnten im Brennpunkt, ein Hauptteil meiner Arbeit war die Therapie von Kindern, u.a. mit Gewalterfahrung, sexuellem Missbrauch und ähnlichem. Ich hatte mich oft gefragt, wieso diese Familien und auch die Kinder immer ein und demselben Muster folgen und ihnen diese schlimmen Sachen passieren. Therapeutisch  war das eine Aufgabe, aber ich habe immer schon gesagt, dass man präventiv mehr tun kann und müsste!! Die Institutionen sind häufig überlaufen, Therapieplätze haben oft Wartezeiten oder es gibt keine..... Ich habe mich auch  immer schon über Fälle von Gewalt gegenüber Frauen informiert, eingesetzt und bin leider selbst Zeugin und Betroffene solcher schlimmen Taten. 

Zum einen aus meinem Job, dann aus dem privaten Umfeld heraus, zum anderen durch eigene Erfahrungen in meinem frühen Erwachsenenalter. Frag mich nicht warum, aber seit daher liegt es mir auf der der Seele was zu tun, damit Kinder, Teenager und auch Frauen handlungsfähig und selbstwirksam werden und sich mögllicherweise besser schützen können.
Im Rahmen von Krav Maga kann ich genau das tun und leisten. Ich habe für mich damit ein Geschenk bekommen, an der richtigen Ecke anzufangen (nein, ich wil nicht die Welt retten!!), sensibilisieren, was falsch läuft und was noch zu tun ist. Durch meine hervorragende Ausbilderin in Köln, selbst Therapeutin /Psychologin und Kravistin Tana Schulte und meinem Ausbilder Chris Schmidt von You Can Fight, wurde ich in meiner Entscheidung bestätigt."

Und was ist deine Geschichte vor dem Verein? 
Was hast du da gemacht?

" Ich habe vor Krav Maga Kampfsport betrieben, mit 17 Jahren Goshin Jitsu, dann Muy Thai Boxen, Modern Arnis/Eskrima gemacht. Ich habe viele Wettkämpfe bestritten, Gürtel und Levelprüfungen abgelegt. Später kam dann Krav Maga und Tactical Arnis Combat dazu. Für mich zählt die Mischung aus diesen Ansätzen, da sie alle 1. ihre Berechtigung haben, und 2. sich hervorragend ergänzen.
Durch Krav Maga entwickelt man sich mental am schnellsten, finde ich, da die Prinzipien nachvollziehbar sind und vor vielen Lösungen stehen. Und es passt für (fast) jedermann und-frau. "

Möchtest du noch etwas loswerden?

" Ich liebe das was ich tue und bin dankbar für diese Mögllichkeit. Es war immer meine Traum eine eigene kleine Krav Maga Schule zu haben. Ich hatte viel Glück, aber ich hatte auch immer den Willen, die Power und den fabelhaften Support durch unsere Kravisten!!! Ich danke allen, die für mich und meine Idee da sind und mich unterstützt haben. Ich habe großes Glück, gute Trainer, Nachwuchstrainer, Vorstände und Teilnehmer zu haben, die alle unseren kleinen Verein lieben und leben lassen."